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24.05.2010 19:51 Uhr |
peacemanUnd warum?Würde mich wirklich interessieren. Ich mach nun seit 15 Jahren analoges und experimentelles und finde nach wie vor, dass das Ergebnis zählt. Zählen sollte. Oder? |
24.05.2010 21:53 Uhr |
Ner0das war nicht abfällig gemeint, auch wenn diese art etwas zu sagen natürlich oft dazu gebraucht wird abfällige bemerkungen loszuwerden.weit ausgeholt: was ich sagen wollte war folgendes: wenn ich in gedanken vergleiche wie es wohl wäre dieses foto irgendwo auf einem speicher in einem eingestaubten karton wiederzufinden und zu wissen das all das mal eine episode aus der eigenen kindheit war, man das, was hier skuril und beinnahe arragiert erscheint, mit voller überzeugung so gelebt hat wie es zu sehen ist - versus - dem fakt das dieses bild von einem handy, beinahe ohne input des benutzers, verändert wurde um eben diesen eindruck zu erzeugen, um zu täuschen (und gegebenenfalls durch bewusstmachen dieser illusion zu enttäuschen) - dann wünsche ich mir dieses bild sei echt und finde es schade das ich mich auf eine täuschung einlassen muss (will/kann) um mich über das bild zu freuen. daher: echt ist besser. die szenerie an sich und der titel sind trotzdem sahne |
| _________ Bang, Rewind ... |
25.05.2010 10:42 Uhr |
peacemanVielen Dank für die ausführliche Erklärung! (: Damit kann ich viel mehr anfangen. Und Deinem Gedankengang folgen kann ich auch gut.Aaaaaber: Die Willkür, die Hipstamatic dem Bild beibiegt, die hatte eine Instamatic-Kamera von damals doch genauso. Damals damit Fotografierende haben die schäbige Ästhetik ja auch nicht gezielt eingesetzt oder einsetzen können. Und andersrum: Ich bade gerne irgendwelche Ablauffilme in irgendwelcher Chemie mit irgendwelchen Zeiten, bringe also sehr gern ganz bewusst den Zufall mit ins Spiel. Natürlich ist das ROulette -- manchmal passen und unterstreichen die entstandenen Effekte, manchmal (bzw. oft) auch nicht oder sie stehen eben für sich allein. Trotzdem mag ich den Zufall als Assistenten. Und noch mal spezifisch zum Bild: Es ist nicht arrangiert, ein kompletter Schnappschuss (daher ja auch mit Handy). Der Plattenspieler ist von 1978 und der, auf dem ich schon meine Platten hörte. Der große zusammengefaltete Karton im Hintergrund ist eine Höhle, die ich mir als Knirps in den 80ern gebaut habe. Der gelbe Karton ist ein eben dann gebastelter "Fernseher", der Dias anzeigen kann... und den Schlafanzug hatte ich auch schon. Kurz: Das Bild ist an sich schon eine Zeitreise. Der Effekt unterstreicht das -- ganz ähnlich, wie es auch ein bewusst nach SW gewandeltes Bild tun würde. Klar, Gefallen ist immer subjektiv -- aber es wäre schon spannend gewesen was passiert wäre, wenn ich die Genesis des Bildes einfach nicht erwähnt hätte. |
24.05.2010 17:29 Uhr |
schwarzIch wette, hätte peaceman das Wort iPhone nicht fallen gelassen, hätten alle herziherzi geschriehen. |
24.05.2010 18:41 Uhr |
AiNspielkinder sowohl&als auch |
| _________ "Die Literatur ist die angenehmste Art, das Leben zu ignorieren." Fernando Pessoa |
24.05.2010
13:18 Uhr
agrypnocoma
kommt diese bekloppte fotosache nun auch her...? na geil.#